Wann werden akute Rückenschmerzen zum chronischen Leiden?
Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
entwickeln Fragebogen der das Risiko für die Entwicklung chronischer
Rückenschmerzen ermittelt.
Der "Heidelberger Kurzfragebogen Rückenschmerz" wurde von der Psychologin Dr. Eva Neubauer und dem Leiter der Sektion Scherztherapie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, Professor Dr. Marcus Schiltenwolf, jetzt erstmals in zwei Publikationen veröffentlicht. Er enthält insgesamt 27 Fragen zu zehn Fragenkomplexen und kann von dem Patienten in wenigen Minuten selbständig ausgefüllt werden.
Der Arzt kann mit Hilfe dieses Fragebogens das Risiko einer
Chronifizierung der Schmerzen ermitteln, und eine entsprechende
Behandlung einleiten.
Der Fragebogen sagt chronisches Leiden mit 78 Prozent Wahrscheinlichkeit voraus Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Rückenschmerzen Rückenschmerzen sind für den einzelnen eine Qual. Mit 30 Millionen Betroffenen in Deutschland, die einmal im Jahr über Rückenschmerzen klagen, gehören sie zu den häufigsten Leiden überhaupt. Volkswirtschaftlich betrachtet verursachen sie jährliche Verluste an Arbeitausfall in Milliardenhöhe. "Für die Therapie ist es wichtig vorhersagen zu können, bei wem das Leiden voraussichtlich chronisch wird", sagt Professor Schiltenwolf. Dann können als vorbeugende Therapie spezifische Risikofaktoren identifiziert und bearbeitet werden: Patienten mit Chronifizierungsrisiken brauchen mehr Unterstützung und Motivation zur aktiven Bewältigung als nur Röntgenbilder und Spritzen.
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