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Informationen Selbsthilfegruppe der Schmerzpatienten in Stadt und Landkreis Osnabrück |
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Aktuell! 15. Februar 2006
Chronische
Schmerzpatienten gesucht
Paracetamol in den USA inzwischen Hauptursache für
Leberversagen
Großpackung Paracetamol bald nur auf Rezept In der Gemeinde Wallenhorst ist am 10. Februar 2005 ein "Runder Tisch" der Selbsthilfegruppen gegründet worden. |
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Neuartiger
Drogentest der Polizei für Schmerzpatienten problematisch Von Frank Christiansen
Bericht der Neuen Osnabrücker Rubrik: Gut zu wissen, Seite 22 |
Düsseldorf, 14.1.(dpa) Mit
einem Teststreifen wischt der Polizist dem Autofahrer kurz über die Stirn. In wenigen Sekunden ist
das Ergebnis zu sehen - hat der Fahrer Spuren
illegaler Stoffe im Blut, ist die Fahrt abrupt
beendet. Ein Drogentest, der seit zwei Jahren auch in
einem Feldversuch in Niedersachsen erprobt wird, deckt bei
Kontrollen am Straßenrand die Einnahme der gängigen verbotenen
Substanzen auf.
Doch Mediziner sind alarmiert:
Die 120000 bis 190 000 mit Morphium behandelten
Schmerzpatienten in Deutschland können bei einer
Drogenkontrolle in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Die
Teststreifen der Polizei („Drugwipe") verfärben sich
bei Opiaten - können aber nicht unterscheiden,
ob sie als Heroin oder gut dosiertes Schmerzmittel in
den Körper gelangt sind. „Mir rennen besorgte
Patienten die Türe ein", berichtet der Bielefelder Chefarzt
Ulrich Hankemeyer. Chronisch Kranke dürften nicht
pauschal unter Verdacht gestellt werden: „Ein Schmerzpatient
fährt, bei richtiger Dosierung wesentlich sicherer Auto
als ohne Medikamente."
Hankemeyer, der auch stellvertretender
Präsident der
Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie
ist, rät seinen Patienten, eine Bescheinigung bei sich zu rühren, um im
Fall einer Kontrolle das alarmierende Testergebnis
erklären zu können. Doch ob das hilft, ist keineswegs
sicher.
„Eine Bescheinigung vom Arzt
kann kein Freibriefsein", warnt ein Sprecher des
Innenministeriums von NRW. Wenn ein Schmerzpatient sich
auffällig verhalte, müsse die Polizei dem nachgehen. Im Zweifelsfall muss sich der Kranke
einer Blutprobe unterziehen, um klären zu lassen, ob die Dosierung für
den Verkehr
unbedenklich ist. In einem Internet-Forum warnt ein Polizist: Das Betäubungsmittelgesetz könne
auch die Kranken treffen - die Polizei müsse
auch die Möglichkeit des
Medikamenten-Missbrauchs einbeziehen. |
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Wie "böse" Schmerzen entstehen und zu bekämpfen sind Das Schmerzgedächtnis lässt sich einfach austricksen! Bei bereits mit chronischen Schmerzen geschlagenen Patienten versuchen Ärzte und Psychologen, deren Schmerzgedächtnis zum "Vergessen" zu bewegen. Es wird vorgeschlagen, chronisch leidende regelrecht in "Schmerzferien" zu schicken: "Die Schmerzen sollen gezielt therapiert werden, bis Schmerzfreiheit eintritt". Zwei US-Forscherteams in Science berichten, das sie herausgefunden haben, warum bestimmte Nervenzellen extrem empfindlich auf bestimmte Reize reagieren und somit zur Chronifizierung neigen. Ihnen gelang es sogar, zumindest im Tierversuch, diese sentiven Neuronen gezielt zu entfernen, ohne das "gute" akute Schmerzempfinden zu beeinträchtigen. Die Forscher kombinierten die schmerzvermittelnde Schubstanz "P" mit einem Giftstoff. Es schaltet die überempfindlichen Nervenzellen nach dem Andocken einfach aus. Als hilfreich für die Behandlung einer besonders tückischen Form von chronischen Schmerzen könnte sich die Entdeckung des Teams um Annika Malmberg erweisen. Es wies nach, dass bei jener Überempfindlichkeit, die zum neuropathischen Schmerz führt, das Enzym PKC-Gamma eine entscheidende Rolle spielt. Gentechnisch veränderte Mäuse, denen das Enzym fehlt, reagierten normal auf akuten Schmerz, entwickelten jedoch nach Verletzungen eines Nervs so gut wie keinen Schmerz. Dies ist eine erste gute Nachricht für Menschen, die von jenen besonders tückischen chronischen Qualen geplagt werden, vor allem Krebspatienten, nach chirurgischen Eingriffen, Diabetiker, an AIDS oder schwerer Gürtelrose Leidende. Denn gegen neuropathische Schmerzen ist die Wirkung von Morphin gelegentlich eingeschränkt. Hoffnung, neuropathische Schmerzen künftig lindern zu können, weckt auch Joyce DeLeo von der Dartmouth School of Medicine im US-Bundesstaat New Hampshire. Die Forscherin berichtete kürzlich beim Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, das ihr Team sowohl der Ursache der Qualen als auch der Behandlung auf der Spur ist. Ausgelöst werden neuropathische Schmerzen demnach von interzellulären Botenstoffen (Zytokinen) mit deren Hilfe das Immunsystem normalerweise Entzündungen oder Verletzungen bekämpft. Das Unheil nimmt seinen Lauf, wenn von verletzten Nervenzellen ausgeschüttete Botenstoffe auch nach dem Abheilen der ursprünglichen Verletzung weiter produziert werden. Offensichtlich lösen diese Zytokine eine entzündliche Reaktion im Rückenmark aus, die den chronischen Schmerzen, im Tierversuch - bei Ratten, ein Ende setzten. Auch erste klinische Prüfungen am Menschen scheinen positiv zu verlaufen. Die Forscher warnten jedoch vor verfrühten Hoffnungen, denn noch ist nicht abzusehen, wann wirksame Arzneimittel gegen neuropathische Schmerzen verfügbar sein werden. |
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In einem Selbsttest haben wir die Wirkung des Drogentest ausprobiert. Unter Anleitung eines Polizeihauptkommissars wurde der "Drugwipe" für Opiate bei einigen Mitgliedern eingesetzt. Es wurden Patienten getestet bei denen das Medikament mittels einer implantierten Medikamenten-Pumpen verabreicht wird und auch Patienten die das Medikament oral zu sich nehmen, ferner haben wir unterschiedliche Opiate (Morphin, Temgesic und Sulfenta) in verschiedenen Dosierungen berücksichtigt. In keinem Test war das Ergebnis positiv. Das ist aber kein Freibrief, jeder Patient reagiert anders, jeder Tag ist anders und jeder Teilnehmer am Straßenverkehr muss voll Fahrtüchtig sein. |
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