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Selbsthilfegruppe der Schmerzpatienten

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Aktuell! 15. Februar 2006
Neue Seite bringt sichere Infos für den Patienten
Das Portal mit der Internet-Adresse www.gesundheitsinformation.de
werde mit umfassenden wissenschaftlich fundierten Informationen für mehr Transparenz und Patientenorientierung im Gesundheitswesen sorgen, dieses sagte die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bei der Freischaltung dieses Internetportals.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat diese Seite entwickelt, damit Patienten Informationen, auf die man sich verlassen kann, erhalten.
Im Auftrag des Gesundheitsministeriums und des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen untersucht das IQWiG den Nutzen von medizinischen Leistungen und informiert Ärzte und Patienten darüber.
Weitere Informationen in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 15. Februar 2006, Seite 29, Rubrik „Gut zu wissen“

Chronische Schmerzpatienten gesucht
Für eine ärztlich geleitete Studie zur Erforschung des Geistigen Heilens und energetischer Heilweisen, die sich drei Tage lang unter ärztlicher Aufsicht von einem erfahrenen Heiler behandeln lassen, suchen wir Chronische Schmerzpatienten.
Nähere Informationen unter www.biomez.de

Paracetamol in den USA inzwischen Hauptursache für Leberversagen
Auf die Gefahren, die eine unkontrollierte Einnahme von Schmerzmitteln haben können, weisen Berichte aus den USA hin. Danach ist das auch in Deutschland rezeptfrei erhältliche Mittel von Millionen von Amerikanern zur Behandlung von Schmerzen aller Art eingenommen worden. Bei fast der Hälfte, der an Leberversagen erkrankten, wurde als Hauptursache die unbeabsichtigte Überdosierung mit Paracetamol festgestellt. Siehe Ärzte-Zeitung Newsletter vom 09.12.2005.

Großpackung Paracetamol bald nur auf Rezept
Packungseinheiten mit mehr als zehn Gramm des Schmerz- und Fiebermittels Paracetamol werden wahrscheinlich bald verschreibungspflichtig. Siehe Ärzte-Zeitung Newsletter vom 25.03.2008

In der Gemeinde Wallenhorst ist am 10. Februar 2005 ein "Runder Tisch" der Selbsthilfegruppen  gegründet worden.

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Wallenhorster Schmerztage

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Patientenbefragung

   
 
   
Infos zu folgenden Themen  
Kranke geraten unter Verdacht  
Qual-Gedächtnis im Rückenmark  
Neues Kombi - Analgetikum bei akuten Schmerzen  
 
Drogentest Besuch der Polizei bei unserer Selbsthilfegruppe  
Unsere Selbsthilfegruppe zu Besuch in der Dörenberg-Klinik  
Studien und Berichte zu chronische Schmerzen  
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Kranke geraten unter Verdacht

Neuartiger Drogentest der Polizei für Schmerzpatienten problematisch 

Von Frank Christiansen

Bericht der Neuen Osnabrücker
Zeitung

vom 15. Januar 2004

Rubrik: Gut zu wissen, Seite 22

 

Düsseldorf, 14.1.(dpa) Mit einem Teststreifen wischt der Polizist dem Autofahrer kurz über die Stirn. In wenigen Sekunden ist das Ergebnis zu sehen - hat der Fahrer Spuren illegaler Stoffe im Blut, ist die Fahrt abrupt beendet. Ein Drogentest, der seit zwei Jahren auch in einem Feldversuch in Niedersachsen erprobt wird, deckt bei Kontrollen am Straßenrand die Einnahme der gängigen verbotenen Substanzen auf.

Doch Mediziner sind alarmiert:  Die  120000 bis 190 000 mit Morphium behandelten Schmerzpatienten in Deutschland können bei einer Drogenkontrolle in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Die Teststreifen der Polizei („Drugwipe") verfärben sich bei Opiaten - können aber nicht unterscheiden, ob sie als Heroin oder gut dosiertes Schmerzmittel in den Körper gelangt sind. „Mir rennen besorgte Patienten die Türe ein", berichtet der Bielefelder Chefarzt Ulrich Hankemeyer. Chronisch Kranke dürften nicht pauschal unter Verdacht gestellt werden: „Ein Schmerzpatient fährt, bei richtiger Dosierung wesentlich sicherer Auto als ohne Medikamente."

Hankemeyer, der auch stellvertretender   Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie ist, rät seinen Patienten, eine Bescheinigung bei sich zu rühren, um im Fall einer Kontrolle das alarmierende Testergebnis erklären zu können. Doch ob das hilft, ist keineswegs sicher.

„Eine Bescheinigung vom Arzt kann kein Freibriefsein", warnt ein Sprecher des Innenministeriums von NRW. Wenn ein Schmerzpatient sich auffällig verhalte, müsse die Polizei dem nachgehen. Im Zweifelsfall muss sich der Kranke einer Blutprobe unterziehen, um klären zu lassen, ob die Dosierung für den Verkehr unbedenklich ist. In einem Internet-Forum warnt ein Polizist: Das Betäubungsmittelgesetz könne auch die Kranken treffen - die Polizei müsse auch die Möglichkeit des Medikamenten-Missbrauchs einbeziehen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Qual-Gedächtnis im Rückenmark

 

Wie "böse" Schmerzen entstehen und zu bekämpfen sind

Das Schmerzgedächtnis lässt sich einfach austricksen! 

Bei bereits mit chronischen Schmerzen geschlagenen Patienten versuchen Ärzte und Psychologen, deren Schmerzgedächtnis zum "Vergessen" zu bewegen. Es wird vorgeschlagen, chronisch leidende regelrecht in "Schmerzferien" zu schicken: "Die Schmerzen sollen gezielt therapiert werden, bis Schmerzfreiheit eintritt". 

Zwei US-Forscherteams in Science berichten, das sie herausgefunden haben, warum bestimmte Nervenzellen extrem empfindlich auf bestimmte Reize reagieren und somit zur Chronifizierung neigen. Ihnen gelang es sogar, zumindest im Tierversuch, diese sentiven Neuronen gezielt zu entfernen, ohne das "gute" akute Schmerzempfinden zu beeinträchtigen. Die Forscher kombinierten die schmerzvermittelnde Schubstanz "P" mit einem Giftstoff. Es schaltet die überempfindlichen Nervenzellen nach dem Andocken einfach aus.

Als hilfreich für die Behandlung einer besonders tückischen Form von chronischen Schmerzen könnte sich die Entdeckung des Teams um Annika Malmberg erweisen. Es wies nach, dass bei jener Überempfindlichkeit, die zum neuropathischen Schmerz führt, das Enzym PKC-Gamma eine entscheidende Rolle spielt. Gentechnisch veränderte Mäuse, denen das Enzym fehlt, reagierten normal auf akuten Schmerz, entwickelten jedoch nach Verletzungen eines Nervs so gut wie keinen Schmerz.

Dies ist eine erste gute Nachricht für Menschen, die von jenen besonders tückischen chronischen Qualen geplagt werden, vor allem Krebspatienten, nach chirurgischen Eingriffen, Diabetiker, an AIDS oder schwerer Gürtelrose Leidende. Denn gegen neuropathische Schmerzen ist die Wirkung von Morphin gelegentlich eingeschränkt.

 Hoffnung, neuropathische Schmerzen künftig lindern zu können, weckt auch Joyce DeLeo von der Dartmouth School of Medicine im US-Bundesstaat New Hampshire. Die Forscherin berichtete kürzlich beim Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, das ihr Team sowohl der Ursache der Qualen als auch der Behandlung auf der Spur ist.

Ausgelöst werden neuropathische Schmerzen demnach von interzellulären Botenstoffen (Zytokinen) mit deren Hilfe das Immunsystem normalerweise Entzündungen oder Verletzungen bekämpft. Das Unheil nimmt seinen Lauf, wenn von verletzten Nervenzellen ausgeschüttete Botenstoffe auch nach dem Abheilen der ursprünglichen Verletzung weiter produziert werden. Offensichtlich lösen diese Zytokine eine entzündliche Reaktion im Rückenmark aus, die den chronischen Schmerzen, im Tierversuch - bei Ratten, ein Ende setzten.

Auch erste klinische Prüfungen am Menschen scheinen positiv zu verlaufen. Die Forscher warnten jedoch vor verfrühten Hoffnungen, denn noch ist nicht abzusehen, wann  wirksame Arzneimittel gegen neuropathische Schmerzen verfügbar sein werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Drogentest Besuch der Polizei bei unserer Selbsthilfegruppe

 

In einem Selbsttest haben wir die Wirkung des Drogentest ausprobiert. Unter Anleitung eines Polizeihauptkommissars wurde der "Drugwipe" für Opiate bei einigen Mitgliedern eingesetzt. Es wurden Patienten getestet bei denen das Medikament mittels einer implantierten Medikamenten-Pumpen verabreicht wird und auch Patienten die das Medikament oral zu sich nehmen, ferner haben wir unterschiedliche Opiate (Morphin, Temgesic und Sulfenta) in verschiedenen Dosierungen berücksichtigt. In keinem Test war das Ergebnis positiv. Das ist aber kein Freibrief, jeder Patient reagiert anders, jeder Tag ist anders und jeder Teilnehmer am Straßenverkehr muss voll Fahrtüchtig sein.

 

 
         
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