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Selbsthilfegruppe der Schmerzpatienten in Stadt und Landkreis Osnabrück |
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Bericht in der NOZ, Neue Osnabrücker Zeitung, |
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Vorträge in Wallenhorst gre WALLENHORST. An chronischen starken Schmerzen leiden bundesweit schätzungsweise 7,5 Millionen Menschen. Über Möglichkelten der Linderung referierten am Samstag der Osnabrücker Dr. Thomas Eberbach und Dr. Matthias Winkelmüller aus Hannover beim sechsten Wallenhorster Schmerztag. Schmerztherapeut Dr. Thomas Eberbach erklärte zum Thema Botulinumtoxin in der Schmerztherapie und andere Indikatoren: „Ein Großteil der Schmerzen des Bewegungsapparates resultiert aus Veränderungen der Muskulatur. Versagen konservative Möglichkeiten wie Medikamente, Massagen und Akupunktur, kann Botulinum angewandt werden. Es bewirkt eine starke Schmerzlinderung für circa drei Monate und hat so gut wie keine Nebenwirkungen." Zudem verwies er auf die Osnabrücker Schmerzkonferenz: www.schmerzzentrum-osnabrueck.de. Dr. Matthias Winkelmüller vermittelte die „Behandlung chronischer Schmerzpatienten durch die Neuromodulation". Das ist eine kombinierte Therapieform zur Schmerzdämpfung: die Rückenmarkstimulation durch schwache Stromstöße und zudem die Gabe von Morphinpräparaten ins Nervenwasser der Wirbelsäule über eine im Bauchraum implantierte Medikamentenpumpe. „So wird die Übererregbarkeit der Nerven herabgesetzt", erklärte Winkelmüller. Er behandelt überwiegend Patienten, die infolge von Voroperationen chronische Schmerzen haben. „Durch den Einsatz einer Pumpe spart die Krankenkasse jährlich 6700 Euro pro Patient ein", zitierte er aus einer Doktorarbeit. Eine Gasdruckpumpe koste rund 5000 Euro plus die Aufwendungen des Krankenhauses. „Eine Pumpe ist das Ende der Fahnenstange", sagte Dieter Barlag, Vorsitzender der Selbsthilfegruppe „Mit Schmerzen leben". Er durchlief eine typische Geschichte: Ärzte-Hopping auf der Suche nach Hilfe. „Nach einem Motorradunfall war meine Halswirbelsäule beschädigt, und ich hatte starke Kopfschmerzen", berichtete Barlag. Eine Operation brachte kurzfristig Abhilfe. „Dann ging das Schmerzdrama los", sagte er, denn veränderte Nervenzellen richteten ein unauslöschbares Schmerzgedächtnis ein. Nach etlichen
Arztbesuchen empfahl ihm seinerzeit der in Osnabrück praktizierende Vater des
Referenten Matthias Winkelmüller eine Medikamentenpumpe, die den Wirkstoff über
dünne Schläuche direkt ins Gehirnwasser abgibt. „Ich hin auf der Schmerzskala,
die von null bis zehn geht, von acht auf drei gerutscht", beschrieb Barlag die
zurückgewonnene Lebensqualität. „Ich wollte mein Wissen weitergeben und habe die
Selbsthilfegruppe gegründet", sagte Dieter Barlag Er, einige Mitglieder des runden Tisches „Selbsthilfe aktiv" und dessen Koordinatorin Kornelia Böert richteten die erste Wallenhorster Gesundheitswoche aus, die mit dem Schmerztag endete - eine durchaus zufriedenstellende Premiere. Vorbericht zur Gesundheitswoche und zum Schmerztag, erschienen in der NOZ Bericht über den Vortrag "Vereinbarkeit von Pflege und Beruf" Bericht über den Vortrag "Pflege - was nun?" Bericht über den Vortrag "Verbindung zur Familie über Krankheit und Schmerz" |
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