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Selbsthilfegruppe der Schmerzpatienten in Stadt und Landkreis Osnabrück |
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Wenn es am ganzen Körper schmerzt und zieht Wallenhorster Schmerztag befasste sich mit Fibromyalgie Wallenhorst (pet) Es kommt einem vor wie „Sand Im Getriebe": Irgendwie tut alles weh und zieht - bis vor kurzem standen Ärzte solchen Beschwerdebildern relativ hilflos gegenüber. Heute ist die „Fibromyalgie", der so genannte Weichteilrheumatismus, kein unbekanntes Phänomen mehr. Der „Wallenhorster Schmerztag", .der jetzt zum dritten Mal stattfand, informierte Betroffene und Experten über die neuesten Erkenntnisse auf dem jungen Gebiet der Schmerzwissenschaft. Es habe ihn betroffen gemacht, als er erfahren habe, wie viele Menschen im hoch zivilisierten Deutschland bei den heutigen medizinischen Möglichkeiten von Schmerzen betroffen seien, betonte Wallenhorsts Bürgermeister Ulrich Beide. Daher sei es eine überaus wichtige Aufgabe, den Menschen zu helfen und dazu beizutragen, dass sie wieder ein normales Leben in der Gesellschaft führen können. Für ihren Einsatz bei der Organisation des .Schmerztages dankte er der Selbsthilfegruppe der Schmerzpatienten in Stadt und Landkreis Osnabrück besonders. „Menschen, denen alles weh tut“, auf diesen kurzen Nenner lässt sich die „Fibromyalgie" bringen. Sie gehört zu den rheumatischen Erkrankungen. Die Schmerzen treten in der Muskulatur auf, können weitflächig verteilt sein und auch zu einer Beeinträchtigung der Beweglichkeit führen. Ursächlich für die Beschwerden können nach aktuellem Forschungsstand mikroskopische Schäden in der Muskulatur oder eine Störung der Botenstoffe im zentralen Nervensystem sein. „Aus eigener Betroffenheit engagierte Menschen sind die Seele der Selbsthilfegruppen" würdigte Landrat Manfred Hugo den Einsatz der mittlerweile 230 Selbsthilfegruppen im Landkreis Osnabrück. Durch die engagierten Mitglieder sei mit einer erfreulichen Eigendynamik viel für das Ziel einer flächendeckenden Selbsthilfeförderung getan worden, bedankte sich der Landrat. Professor Dr. Wolfgang Müller, wissenschaftlicher Leiter des Department für Grundlagenforschung und Rheumatologie am Hochrhein-Institut für Rehabilitationsforschung in Bad Säckingen, hatte sich aus Basel auf den Weg gemacht, um dem Wallenhorster Publikum seine neuesten Erkenntnisse vorzustellen. Am Beispiel einer 6O-jährigen Patientin machte er den schwierigen Weg von den ersten Symptomen der „Fibromyalgie" bis zur vollständigen Entwicklung des Krankheitsbildes, die bis zu sieben Jahre dauern kann, deutlich. Die Möglichkeiten der physikalischen Therapie stellte Dr. Erwin Meyer von der Internistisch-rheumatologischen Klinik in Bad Eilsen vor. Dr. Günter Gunia von der Fachabteilung für Traditionelle Chinesische Medizin am Johanniter-Krankenhaus in Bramsche rundete die Informationen mit seinem Bericht zu den Möglichkeiten, die chinesische Medizin mit ihrem ganzheitlichen Ansatz zur Schmerztherapie einzusetzen, ab. Neben starken Schmerzen gehört auch eine verstärkte Druckempfindlichkeit zu den Symptomen der Krankheit. In der Schweiz stehe für eine medikamentöse Therapie mittlerweile ein erfolgreich wirkendes Mittel zur Verfügung, berichtete Professor Müller. Hilfe ist auch in Deutschland in Sicht: Dr. Thomas Eberbach, der die Besucher mit seiner Moderation durch den Veranstaltungstag führte, berichtete, dass ein Verfahren zur Zulassung des Präparates auch hier zu Lande laufe. Begeistert von der Resonanz durch die rund 140 interessierten Besucher zeigte sich Dieter Barlag, Organisator der Selbsthilfegruppe „Mit Schmerzen leben". Vor sechs Jahren hat sich die Selbsthilfegruppe der Schmerzpatienten in Stadt und Landkreis Osnabrück gebildet. Jüngst hätten sich durch die Organisation des Schmerztages beispielsweise auch Kontakte wie weiteren Selbsthilfegruppen im Raum Lengerich ergeben, freut sich Barlag. |
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