„Schmerz ist wenn es weh tut“

Dieser Volksmund beschreibt einfach was oft sehr leidvoll ist. Chronischer Schmerz ist meist dauerhaft, nervtötend und das Leben beherrschend. Im Gegensatz zum Akutschmerz, z. B. nach einer Verletzung, haben chronische Schmerzen keine Warnfunktion, sondern sind vom eigentlichen Ereignis in Intensität, Form und Zeit abgelöst und verselbstständigen sich auf Dauer zu einer eigenständigen Erkrankung.
Europaweit leiden ca. 19% der Erwachsenen an chronischen Schmerzen. In Deutschland sind es, einer Veröffentlichung der Deutschen Schmerzliga zu Folge ca. 15 Mio. Menschen, von denen 5 Mio. in ihren alltäglichen Aktivitäten, sowie im Sozial- und Arbeitsleben erheblich beeinträchtigt sind.

Die Schmerzkrankheit stellt nicht nur für den Betroffenen selbst eine besondere Herausforderung dar, auch Familie, Freunde, Arbeitskollegen sind häufig am Rande ihrer Möglichkeiten. Denn jeder Schmerz ist so individuell wie sein betroffener Mensch. Gut funktionierende Strategien zur Alltagsbewältigung und das passende Therapiekonzept für ganz schlechte Zeiten sind Voraussetzung zur Verbesserung der Lebensqualität um ein Abrutschen in Depressionen und Isolation zu verhindern.

Selbsthilfegruppen wie „Mit Schmerzen leben“ sind dabei unverzichtbare Stützen für Betroffene und deren Angehörige. Hier finden sie Verständnis, gegenseitige Hilfe, Erfahrungs- und Informationsaustausch. Nicht zuletzt ist die Selbsthilfe ein wichtiges Bindeglied zu den entsprechenden nicht ärztlichen und ärztlichen Behandlern. Möge diese überarbeitete Neuauflage des Leitfadens auch weiterhin vielen Menschen helfen, einen Weg zum selbstbewussten Umgang mit der Krankheit chronischer Schmerz zu bekommen und schließlich mehr Lebensqualität zu haben.

Dr. Dagmar Fangmann

3 Gedanken zu „„Schmerz ist wenn es weh tut““

  1. Hallo mit Schmerzen leben Team,

    Ich bin Cannabis Patientin der ersten Stunde, damals musste ich die Medizin THC teuer selbst bezahlen, wobei meine finanziellen Mittel begrenzt waren. Leider, war der illegale Markt billiger, als der legale. Was mir letztendlich 2008 das Genick gebrochen hat, weil straffällig geworden war. 2009 habe ich zwar die Erlaubnis, aber es war immer noch zu teuer, also nur wenig von der Medizin THC, so wurde mir das Fentanyl Pflaster näher gebracht, was geholfen hat, aber auch meine Psyche in Mitleidenschaft gezogen hat, dass ich mich nicht mehr gespürt habe. Ich bin nun seit 1,5 Jahren dabei, dieses Medikament abzubauen. THC, dass ich seit März legal benützen darf und 10 Jahre später hat sich als Glücksfall heraus gestellt. Meine Kreativität kam zurück und ich spüre mich endlich wieder.

  2. Ich selbst kenne starke Schmerzen nach einer Beinamputation ,Phantomschmerzen die man hat ,sind unerträglich ,nach langem Leiden hat mich eine Schmerzärztin mit einem guten Medikament eingestellt und mein Leben ist seit über 20 Jahren wieder lebenswert , fast alle Ärzte sagten den Betroffenen ,wenn Dauerschmerzen anhalten ,hat man einen unfähigen Hausarzt oder Schmerztherapeuten, kein Mensch muss Schmerzen haben , allen Schmerzpatienten wünsche icheinen guten Hausarzt frauke

    1. Liebe Frauke, du sprichst mir aus der Seele. Ich bin seit 33 Jahren beinampitiert und habe seitdem anhaltend jede Stunde und Minute. Ich hatte die Freigabe für Cannabis und keinen Arzt gefunden, der es mir verschreibt. ich fühle mich im mMittelalter lebend. Es ist, auch bei meinem Schmerztherapeuten noch nicht angekommen, dass es hierbei nicht um ein geiles Gefühl geht, sondern um ein lebenswertes Leben. Ich bin weiterhin auf der Suche nach einem Arzt, der mir die Freigabe erneut ermöglicht und mir das Medikament dann auch verschreibt. Ich würde gerne mehr Kontakt zu Amputierten haben. Vielleicht können wir uns mal unterhalten. Meine Nummer lautet: 015120297470

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